2024

Wir sind aufgebrochen in unser neues Leben als digitale Nomaden.

Installation Solaranlage

Alex montiert gemeinsam mit seinen Eltern flexible Solarmodule auf dem Dach des Wohnwagens. Wir konnten uns dazu überwinden durchs Dach zu bohren, wollen die Module aber nicht verkleben.

Es sollen 2x 200 Watt an Drahtseilen befestigt werden, so dass die Module schnell wieder abgenommen und ggf. auch anders ausgerichtet werden können. Der Laderegler im Wohnwagen ist vorbereitet und eine wasserdichte Kabelführung durchs Dach ist installiert.

Die vorhandene Reling wird erweitert und mit Ösen für die Drahtseile ausgestattet. Nachmittag und Abend brauchen wir um alles zu montieren, doch am Ende geht der Kontakt an der Batterie kaputt und wir können die Anlage erst ein paar Tage später testen.

Auflösung unserer Wohnung

Das hatten wir uns entspannter vorgestellt!

Neben den klassischen Aufgaben eines Umzugs, wie Kisten packen und Möbel abbauen, kommt für uns noch das Aussortieren und Verkaufen bzw. Verschenken von mindestens 3/4 unseres Zeugs dazu.

Die Zeit war sehr knapp, deshalb werden einige Sachen noch ein paar Tage länger im Keller zwischen gelagert. Von hier gehen sie direkt zu ihren neuen Besitzer:innen oder per Anhänger zur Mülldeponie.

Alles muss so schnell gehen, da bleibt kaum Zeit zum Abschied nehmen. Die Schlüssel und die Wohnung hinter uns zu lassen, ist ein großer Meilenstein für unsere Reise.

Parallel füllt sich der Wohnwagen mehr als uns lieb ist.Im letzten Moment versuchen wir Platz zu schaffen, wo es nur geht. Kaum vorstellbar, dass dies nur ein Bruchteil der Dinge ist, die in unserer Wohnung gelagert haben.

Zum Glück nimmt uns Imke's Mutter noch eine Wagenladung ab, der Rest kommt dann ins Zugfahrzeug.

Braunschweig (D)

Parallel zum Umzug verlagern wir unseren Lebensmittelpunkt - Stück für Stück - in den Wohnwagen. Dafür zieht er vom Industriegebiet auf einen naturnahen Campingplatz innerhalb der Stadt um.

Das Wetter spielt mit und wir können den zugehörigen Badesee nutzen, nachdem wir den Wohnwagen sicher durch die enge Einfahrt manövriert haben. Diese Problemstellung wird uns in Zukunft noch öfters begegnen ...

Nach einiger Umräumarbeit sehen kleine Ecken im neuen Zuhause schon ganz wohnlich aus ...

... trotzdem schaffen wir es nicht alle Grundausstattungen wie die Wasserversorgung oder das Vorzelt jetzt schon in Betrieb zu nehmen.

Viele Freunde und Verwandte kommen hier vorbei und wir können ausgiebig Abschied nehmen. Dabei wird der Wohnwagen mit seinen 8 Schlafpätzen ausprobiert.

Auch unsere Abschiedsfeier kann auf dem Gelände stattfinden: Zelte, Bierbänke, Kühlschrank und Grill dürfen wir hier nutzen. An diesem heißen Tag genießen wir mit unseren Gästen den angrenzenden Badesee. 

 Butjadingen (D)

Wir verlassen die Heimat und sind gemeinsam mit Alex Bruder und Eltern für eine Woche an der Nordsee.

Das Wetter und die Umgebung sagen "Urlaub" während die Unordnung und diverse Baustellen "Arbeit" schreien.

Wir investieren einen Tag, um das Vorzelt zum ersten Mal aufzubauen und etwas einzurichten.

Neben dem Wattenmeer und dem großen Spielplatz, wird auch die wundervolle Badewelt zwei Mal besucht.

Wir - die Erwachsenen - sind gestresst und angespannt, weil die Todo-Liste noch voll ist. Alle anderen genießen Wetter und Meer :)

Wir sind dankbar die Fahrräder dabei zu haben - für einen Ausflug am Deich entlang und natürlich zum Einkaufen.

Imke bricht sich das Handgelenk beim Rollschuhfahren und wir müssen ins Krankenhaus. Gott sei dank, genügt eine Schiene, jedoch wird Imke 6 Wochen kein Auto fahren können.

 Zell am See (A)

Der erste längere Aufhalt ist Österreich. In der Hochsaison an einem wunderschönen See haben wir gerade noch so einen Stellplatz ergattert.

Wir nutzen die Zeit im deutschsprachigen Raum, um die Reparatur unserer Klimaanlage im Auto abzuschließen. Die Werkstatt braucht einen Tag und berechnet 500 €.

Hier unternehmen wir ein paar Ausflüge im klassischen Urlaubsparadies - zum Beispiel eine Fahrt mit der Gondel ...

... eine Nacht-Wanderung durch die beleuchtete Klamm ...

... ein Besuch im Freibad ...

... oder der Erlebnispfad.

Nun ist jedoch der "Urlaub" vorbei und die Erwerbsarbeit beginnt wieder. Das erste Mal von unterwegs aus dem Wohnwagen. Das mobile Internet kommt von einer SIM-Karte aus Österreich, da das Campingplatz-WLAN nicht ausreicht.

Die Waschmaschine haben wir zurückgelassen. Nun beinhaltet der Alltag auf dem Campingplatz die Wäsche zu den Maschinen zu bringen und dort zu waschen. Auf Dauer vermutlich teurer als eine eigene zu besitzen.

Wir haben den Wassertank gereinigt und nehmen nun die Leitungen in Betrieb. Wenn die Pumpe trocken läuft, hilft der All-In-One-Wunder-Staubsauger beim ansaugen.

Eine deutsche Auswanderer-Familie spricht uns an, wir treffen uns mehrmals und freuen uns sehr über den Austausch, sowie viele hilfreiche Infos über die Region.

Wir haben das beste Sommerwetter, aber auch viele Gewitter.
Der See ist traumhaft!

Radstadt (A)

Wir verlängern unseren Aufenthalt in Österreich und ziehen weiter nach Radstadt.

Hier kommt die Hochsaison langsam zum Ende und es ist etwas ruhiger als auf dem vorherigen Platz. Neben Laufenten streifen Hunde und Katzen über das Geländer. Im angrenzenden Bauernhof können wir Ziege und Ponys füttern.

Nebenan liegt ein großer Skaterplatz, auf dem wir immer Kinder treffen konnten. Auch auf dem Minigolfplatz und im Freibad verbrachten wir gern unsere Zeit.

In der festungsähnlichen Innenstadt erlebten wir den Handwerker Markt mit, der einige Attraktionen bereit hielt.

Unter anderem einige Musikanten, die uns mit ihren extravaganten Darbietungen erfreuten.

Auf dem Campingplatz lernten wir eine Familie kennen, die uns mit auf eine Wanderung in die Berge genommen hat.

Zwischendurch konnten wir uns an Trinkwasserbrunnen erfrischen.

Unser Ziel war dieser schöne Bergsee mit eiskaltem Wasser, in denen wir unsere Füße abkühlen konnten.

Immer mit dabei: Die frei laufenden grasenden Kühe.

Der glasklare Bach hat uns auf dem Rückweg begleitet und begeistert.

Mitananda-H.O.F. (A)

Gefühlt mitten im Nirgendwo leisten uns immerhin ein paar Ziegen, Kaninchen und Katzen Gesellschaft.

Neben uns sind noch ein paar junge Menschen aus aller Welt vor Ort, die über Work & Travel den Hof weiter entwickeln. 

Da wir so nah an der Grenze zu Slowenien stehen, nutzen wir die Chance für einen Tagesausflug nach Maribor. Ab jetzt werden wir immer öfters auf Englisch zurückgreifen dürfen.

Zu unserer Überraschung stoßen wir heute auf ein großes Schlagzeug-Festival. So etwas haben wir noch nie erlebt und Ja - es war sehr laut!

In der Freizeit besuchen wir den Motorik-Park und versuchen keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Nach einer großen Runde legen wir uns in den Schatten und genießen den Almdudler.
Aber wegen einer Unwetter-Warnung brechen wir schon früher auf als geplant.


 Die steile Kies-Auffahrt lässt unsere Reifen durchdrehen, was jetzt? Vielleicht rückwärts den Abhang runter? Zum Glück schafft es der Mover den Wohnwagen langsam, aber sicher zur Straßen zu bringen.

An der Grenze in Richtung Slowenien besuchen wir den Mitananada-Hof in der Südsteiermark, einer Region mit vielen Weinbergen. Die Straßen sind sehr steil und kurvig mit Steigungen bis 18%.


Auf dem Hof ist weniger los als gedacht, aber wir sind froh zur Abwechslung einen günstigen Stellplatz zu haben und heil angekommen zu sein.